Dekorations- und

 Gebrauchskeramik

Ton/Farben/Brennen

Ton/Porzellangießmasse

Ohne Ton geht beim Töpfern nichts!
Ton ist kein einheitlicher Stoff! Von seiner Entstehung hängt seine Zusammensetzung ab, und von seiner Zusammensetzung seine Eigenheit.
Die grundlegenden Komponenten des Tons sind die Tonminerale, dazu kommen andere Teilchen, die er bei seiner Reise zur endgültigen Lagerstätte  aufgenommen hat: Sande, Kalke, Magnesite und Salze.
Die Tonminerale tragen zur Plastizität bei, und diese bewirkt Quellfähigkeit. Mit der Quellfähigkeit ist große Wasseraufnahme verbunden, und das bedeutet schwieriges Trocknen.
Sande und Mineralstoffe mindern die Plastizität, sie "magern" den Ton. Magerkeit mindert die Quellfähigkeit, und der Ton trocknet leicht.
Tonsubstanz, Quarzsand und Schamotte sind feuerfeste Bestandteile und erhöhen den Sinterungspunkt.
Im Fachhandel gibt es die unterschiedlichsten Tonarten und -qualitäten, die sich hauptsächlich in der Zusammensetzung der einzelnen  Bestandteile unterscheiden.
Farben
Der Ton hat eine reizvolle Naturfärbung, die  je nach Brenntemperatur variabel ist.
Aber es geht auch noch bunter! Vor und nach dem Brennen gibt es die vielfältigsten Möglichkeiten zur vollendeten Farbgestaltung der Objekte.
Mit den Mitteln der keramischen Malerei lässt sich eine Farbigkeit erreichen, die von Brennhöhe und Glasur unabhängig ist. Die Farben der     Metalloxide sind sehr kompliziert zusammengesetzt, damit sie farbstabil sind. Wer also eine reiche Farbauswahl liebt, wird hier      fündig.Farboxide  und Farbkörper werden zu Unter- und Aufglasurfarben, Schmelzfarben und  Engoben verarbeitet. Die Engobemalerei ist   besonders für Anfänger  geeignet. Diese Farben haben durch ihren Tonanteil eine gewisse  Schwerfälligkeit im Auftrag und laufen nicht so schnell    ineinander. Die  Engobefarben leben vom Kontrast und können sich gegenseitig zu einer brillianten Farbigkeit steigern.
Brennen
Das allerwichtigste vor dem Brennen ist das Trocknen des Tons! Die Grundbedingungen für die erfolgreiche Trocknung sind: Keine direkte      Sonneneinstrahlung, kein Zug,  gleichmäßiges Trocknen von allen Seiten.
Das erfordert sehr viel Geduld. Nach Töpferbrauch heißt der erste Brand Schrühbrand oder Biskuitbrand. Dieser Brand dient der Vorbereitung auf den Glasurbrand.


 

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